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Informationen zu dem gemeinsamen Mittelzentrum
Reinbek/Glinde/Wentorf bei Hamburg

Seit dem 1. Oktober 2009 bilden die Städte Reinbek und Glinde sowie die Gemeinde Wentorf bei Hamburg ein gemeinsames Mittelzentrum im Verdichtungsraum um Hamburg. [Statistische Daten]

Zur Aufgaben- und Organisationsstruktur siehe Organigramm.

Als Erstes wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen: Diese Vereinbarung kann als das Arbeitsprogramm des Mittelzentrums verstanden werden. Ein gemeinsames Leitbild wurde im Juni 2012 beschlossen. Es gibt den Orientierungsrahmen für weitere Entwicklungen vor und formuliert generelle Zielsetzungen für das Mittelzentrum, die im weiteren Prozess der Zusammenarbeit konkretisiert werden sollen.

Aktuelle Handlungsfelder

Einzelhandelskonzept
Im September/Dezember 2014 wurde das gemeinsame Einzelhandelskonzept Mittelzentrum Reinbek/Glinde/Wentorf b.H. beschlossen.
Das Konzept finden Sie hier

Regionale Schulentwicklungsplanung
Das Mittelzentrum hat sich entschlossen mit den Gemeinden Barsbüttel und Oststeinbek künftig eine gemeinsame regionale Schulentwicklungsplanung zu betreiben. Dazu hat das Büro Bildung&Region im September 2013 ein Gutachten vorgelegt, das in einer gut besuchten öffentlichen Veranstaltung am 23. September 2013 vorgestellt worden ist. Die Ergebnisse des Gutachtens und die Empfehlungen für die Gestaltung der Schullandschaft wurden in den Mittelzentrums- und örtlichen Gremien beraten. Eine Zielsetzung ist die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an einer Gemeinschaftsschule in der Region Reinbek/Wentorf.
Gutachten Regionale Schulentwicklungsplanung hier [Fassung Sozial- und Schulausschuss Reinbek am 1. Oktober 2013]

Zukunftsorientierte Seniorenpolitik
Anfang des Jahres 2013 haben zu diesem Thema im Rahmen eines Projektes der Bertelsmann-Stiftung zwei Workshops stattgefunden. Es wurden dort Projekte definiert, die weiterbearbeitet werden: „Herstellung von Transparenz der vorhandenen Angebote und Dienstleistungen für Seniorinnen und Senioren im Mittelzentrum“ und „Strategieentwicklung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements.“ Das erste Projekt ist bereits umgesetzt durch die Einrichtung eines Informations- und Kommunikationsportals, zu finden unter www.senioren-mittelzentrum.de .

Wohnen im Mittelzentrum 2030
Im Zusammenhang mit der Diskussion um die künftige Siedlungs- und Wohnungsentwicklungin der Region hat am 29. Januar 2014 in Reinbek eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Wohnen im Mittelzentrum 2030 stattgefunden. Die Vorträge finden Sie hier:

Wie wohnt man in der Zukunft?
Prof. Dr. Bernd Kritzmann, HafenCity Universität Hamburg
Der umfangreiche Vortrag wurde um einige Beispiele gekürzt, vor allem in dem Abschnitt vom 'Traum des Wohnens'.

Das Wohnen in der Metropolregion
Guido Sempell, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg

Demographische Entwicklung in der Gemeinde Wentorf b.H. und den Umlandgemeinden
Michael Birgel, Kreis Herzogtum Lauenburg, Regionalentwicklung und Bauen

Ergebnisse der kleinräumigen Bevölkerungs- und Haushaltsprognose 2030 für den Kreis Stormarn, insbesondere Reinbek und Glinde
Martin Beck, Kreis Stormarn, Planung und Verkehr

Die Wohnungswirtschaft war mit Christoph Kostka für die Genossenschaften / Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. und mit Hartmut Thede für den Bundesverband Freier Immobilien vertreten. Als ein Ergebnis des wohnungs-wirtschaftlichen Dialogs wurden “Leitlinien Wohnen im Mittelzentrum“ beschlossen.

Regionales Verkehrskonzept
Das Thema "regionale Verkehrs- und Siedlungsentwicklung/regionales Verkehrs-entwicklungskonzept" wird im Rahmen des Nachbarschaftsforums "Hamburg-Ost/östliches Umland" mit externer fachlicher Unterstützung bearbeitet. Ergebnisse werden im 1. Quartal 2016 vorliegen.

Allgemeine Informationen zum Thema "Mittelzentrum"

Was ist ein Mittelzentrum?

Das Mittelzentrum ist zunächst einmal theoretisch zu betrachten als Teil des Zentralörtlichen Systems, welches im Raumordnungsgesetz des Bundes verankert ist. Die Länder weisen entsprechend dieses Systems in ihrem Landesentwicklungsplänen Orte mit verschiedenen Wertigkeiten bzw. Hierarchien aus. Damit nimmt die Landesplanung Einfluss darauf, dass überörtlich bedeutsame Einrichtungen der Daseins-vorsorge für alle Einwohner des Landes möglichst wohnungsnah in zumutbarer Entfernung erreichbar sind. Solche Einrichtungen sind z.B. weiterführende Schulen, Theater, Museum, größere Sportanlagen, Behörden, Krankenhaus, Fachgeschäfte und Beherbergungsbetriebe.


Welche Kriterien müssen erfüllt sein?

Die Festlegung der Zentralen Orte erfolgt in einer Landesverordnung auf der Grundlage bestimmter Einwohnerzahlen. Für ein Mittelzentrum im Verdichtungsraum sind das mindestens 25.000 (bebautes Siedlungsgebiet) bzw. 80.000 Einwohner (Verflechtungsbereich).
Das Mittelzentrum Reinbek, Glinde und Wentorf stellt nun eine Besonderheit dar und ist insofern für die Landesplanung ein Modellprojekt , weil das Mittelzentrum aus drei Kommunen besteht. Hinzu kommt der Verflechtungsbereich des Mittelzentrums, welcher die Kommunen Oststeinbek, Barsbüttel, Brunsbek, Aumühle, Wohltorf und Börnsen umfasst. [Download Karte]


Welche Vorteile ergeben sich aus der Einstufung als Mittelzentrum?

Konkret profitieren die Einwohner von den Finanzzuweisungen des Landes für die Ausgestaltung und den Betrieb öffentlicher Einrichtungen mit Ausstrahlung über die Grenzen des zentralen Ortes hinaus, wie z.B. Volkshochschule, Theater oder Schwimmbad. Durch den Status Mittelzentrum sind grundsätzlich auch verbesserte Voraussetzungen gegeben, Fördermittel des Landes in Anspruch zu nehmen, z.B. im Rahmen der Stadtentwicklung und Städtebauförderung.


Welchen weiteren Nutzen gibt es?

Ein weiterer Nutzen ist, das Mittelzentren im Bereich Einzelhandel größere Entwicklungsspielräume wahrnehmen können, z.B. bei der Planung von Einkaufszentren.

Im Wettbewerb mit anderen Städten um Einwohner, Gewerbe und bei der
Interessenwahrnehmung gegenüber dem Land oder der Metropole Hamburg ist die Position gestärkt , da das Mittelzentrum immerhin ca. 55.000 Einwohner vertritt.

In Zeiten geringer finanzpolitischer Handlungsspielräume und einschneidender altersstruktureller Veränderungen könnte durch eine räumliche Arbeitsteilung bei dem Betrieb und der Finanzierung von Einrichtungen der Erhalt von Angeboten im Mittelzentrumsgebiet gesichert werden, z.B. durch Kooperation bei Sportstätten und Freizeiteinrichtungen, der Kultur sowie der nichtschulischen Bildung.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Geschäftsstelle Mittelzentrum

c/o Stadt Reinbek

Herr Pohle
Hamburger Straße 7
21465 Reinbek
Telefon
 : 
040/727 50 284
E-Mail
 : 
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