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Die Gemeinde



Die Gemeinde Wentorf bei Hamburg liegt mit ihrer Gemarkung im südwestlichen Teil des Kreises Herzogtum Lauenburg. Sie grenzt im Süden und Westen an die Hansestadt Hamburg, Stadtteil Bergedorf, im Norden an die jenseits der Bille gelegene und zum Kreis Stormarn gehörende Stadt Reinbek und im Osten an die Gemeinden Wohltorf und Börnsen. Das Gemeindegebiet ist 686,6 ha groß. Erstmals im Jahre 1217 unter dem Namen Wenetdorp urkundlich erwähnt, konnte Wentorf bei Hamburg im Jahre 1967 auf sein 750-jähriges Bestehen zurückblicken. Die Bedeutung des Namens liegt auf der Hand. Wentorf heißt "Wendendorf", ein Dorf, das zu der Zeit, als es so benannt wurde, von Slawen bewohnt war. Im Laufe seiner über 750jährigen wechselvollen Geschichte hat Wentorf bei Hamburg sich grundlegend gewandelt. Zusammenhänge zwischen ferner Vergangenheit und Gegenwart sind nur noch vereinzelt zu erkennen.

Bis zum Jahre 1910 hatte sich das Dorf Wentorf mit seiner landschaftlich schönen Lage zu einem Vorort von Hamburg mit 1.200 Einwohnern entwickelt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts war der Ort durch Eisenbahn und Landstraße mit der Großstadt Hamburg verbunden. Dadurch war Wentorf an das Wirtschafts- und Handelszentrum Hamburg herangerückt und erhielt ganz andere Entfaltungsmöglichkeiten als die meisten ihren ländlichen Charakter wahrenden Nachbargemeinden.

Heute ist Wentorf bei Hamburg zentraler Ort (Stadtrandkern II. Ordnung) mit über 11.000 Einwohnern. Wentorf bei Hamburg erfüllt für seinen Verflechtungs- bzw. Nahbereich übergemeindliche Aufgaben, und zwar neben der Abwasserbeseitigung insbesondere im Bereich der Bildung (Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Grundschule, Schulkindergarten), aber auch auf den Gebieten Sport, Kultur, Umweltschutz u. ä. 

Der Freizeitgestaltung und sportlichen Betätigung dienen zahlreiche Einrichtungen u. a. Sportplätze, Turnhallen (davon eine mit Lehrschwimmbecken), Freibad, Spezialsportanlagen (Golf, Reiten, Tennis). Wentorf bei Hamburg war bis 1994 Garnisonsgemeinde. Es waren hier fast 3000 Soldaten stationiert. Die Panzergrenadierbrigade 16 und 4 ihrer Bataillone hatten ihren Standort in der Gemeinde. Zu der Brigade gehörten darüber hinaus die in Elmenhorst bei Schwarzenbek und in Glinde stationierten Bundeswehreinheiten. Im Zuge des allgemeinen Truppenabbaus wurde die Panzergrenadierbrigade 16 vollständig aufgelöst. 

Die Gemeinde hatte rechtzeitig ein Entwicklungskonzept für das Kasernengelände  erarbeitet. Das Kasernengelände ist so umgestaltet worden, dass ein neuer, attraktiver Ortsteil mit Flächen zum Wohnen, zum Arbeiten und zur Erholung entstand, der sich in die Wentorfer Ortsstruktur harmonisch einfügt.

Eine wesentliche Aufgabe Wentorfs liegt - wie bei allen anderen Gemeinden des Billetales - nach den landesplanerischen Richtlinien darin, „als ein landschaftlich bevorzugtes Wohngebiet und zugleich hervorragendes Erholungsgebiet für die Bevölkerung der Großstadt erhalten zu bleiben". 

Diese Zielsetzung mit ihrer Idealvorstellung vom „Wohnen im Grünen" ist in Wentorf bei Hamburg weitgehend verwirklicht. Viele Bürger leben in Einfamilienhäusern und auf relativ großen Einzelgrundstücken. Gleichzeitig zwingt diese Zielsetzung die gemeindlichen Gremien bei allen planerischen Entscheidungen darauf zu achten, daß der Charakter des Ortes als einer aufgelockerten Wohnsiedlung im Grünen bewahrt wird.

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