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Mobilitätswoche

European Mobility Week


Auf dieser Seite finden Sie folgende Informationen, die auch im Rahmen einer Öffentlichkeitsveranstaltung am 6. Mai 2021 durch die Arbeitsgruppe Online präsentiert wurden:

-          Die Kampagne §1

-          Das Quiz

-          Der Markt der Möglichkeiten

-          Die Aktion »autofreier Samstag«

-          Die Hintergründe der Mobilitätswoche

-          Die Arbeitsgruppe

-          Öffentlichkeitsbeteiligung und Auswertung

Die Kampagne §1

Die Gemeinde Wentorf nimmt in diesem Jahr erstmals an der Europäischen Mobilitätswoche teil. Im Zentrum der diesjährigen Aktivitäten steht die Hauptstraße, wo sich VerkehrsteilnehmerInnen regelmäßig „Verdrängungskämpfe“ liefern- lesen Sie hierzu auch die Öffentlichkeitsbeteiligung und Auswertung.

Die Kampagne §1 erinnert an die Grundregeln, die im ersten Paragraphen der Straßenverkehrsordnung (STVO) festgelegt sind. Die Informations- und Sensibilisierungskampagne startet im Sommer

-          mit Plakaten an der Hauptstraße und in den Schaufenstern der Wentorfer Einzelhandelsgeschäfte,

-          mit Flyern, die wir über Zeitungen und im Einzelhandel verteilen

-          mit Postkarten für das Quiz

Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule und des Gymnasiums tragen mit Bildern, die sie im Kunstunterricht malen, zur Visualisierung des Themas bei. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Lehrerinnen und Lehrer, die diese Arbeit ermöglicht haben.

§1 STVO - Grundregeln
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

 

Das Quiz

Kennen Sie den §1 der Straßenverkehrsordnung? Machen Sie mit beim Quiz und gewinnen Sie einen Preis der Fairtrade-Gemeinde Wentorf. Die Teilnahme ist einfach:

Senden Sie eine E-Mail mit Ihrem Namen und Ihrer Anschrift sowie den vier richtigen Antworten an klimaschutz@wentorf.de oder beantworten Sie die Fragen auf der Quiz-Postkarte, die ab dem Sommer im Wentorfer Einzelhandel ausliegen wird. Diese Postkarte können Sie einfach in den Rathausbriefkasten einwerfen.

Unter allen EinsenderInnen der richtigen Lösung werden die drei GewinnerInnen am 18. September beim Markt der Möglichkeiten per Losentscheid bestimmt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Quizfragen:

  1. Aus wie vielen Absätzen besteht der §1 der Straßenverkehrs-Ordnung?
  2. Für wen gilt die Straßenverkehrs-Ordnung?
  3. Was erfordert die Teilnahme am Straßenverkehr?
  4. Wann darf ich als VerkehrsteilnehmerIn unvorsichtig sein?

Der Markt der Möglichkeiten

Am 18. September ist der Platz vor dem Rathaus voller Leben: Erleben Sie, wie nachhaltige Mobilität schon heute möglich ist. Erfahren Sie, was Sie – vielleicht – aufgeben oder verändern werden … und staunen Sie darüber, was Sie dafür bekommen. Wir versichern Ihnen schon heute: Es wird ein guter Tausch!

Initiativen und Vereine werden sich und ihre Angebote präsentieren. Vieles werden Sie ausprobieren können. Nachhaltige Mobilität hat nämlich auch mit Spaß zu tun.

Hinweis: Inwieweit die Aktion angesichts des pandemischen Verlaufes stattfinden kann wird Anfang August entschieden.

Die Aktion „autofreier Samstag“

Wie wäre es, wenn auch Sie am 18. September einmal ausprobieren, den ganzen Tag ohne Auto auszukommen? Erledigen Sie die Wege, die Sie an diesem Tag gehen wollen oder müssen doch einmal zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurück.

Vielleicht dauert das ein bisschen länger als gewohnt – Zeit, die Sie einmal anders nutzen können: Schauen Sie sich um …

-          … zeigt sich der Herbst schon in der Natur?

-          … wer ist außer Ihnen gerade unterwegs?

-          … was hat sich in Ihrer Nachbarschaft in den letzten Wochen verändert?

-          … über welches Thema kann man beim Gehen oder Busfahren wunderbar nachdenken?

Machen Sie mit, sprechen Sie mit Ihren Nachbarn und Bekannten darüber und setzen Sie ein Zeichen für nachhaltige Mobilität, ein lebenswertes Zentrum und Klimaschutz in Wentorf.

Die Hintergründe der Mobilitätswoche

Die Europäische Mobilitätswoche (EMW) wird seit 2002 von der Europäischen Kommission ausgerufen und bietet Kommunen die Möglichkeit, während einem wiederkehrenden Zeitraum mit den BürgerInnen nachhaltige Mobilität in den Fokus zu rücken. In Deutschland wird die Initiative durch das Umweltbundesamt betreut:

„Mobilität ist unverzichtbarer Teil des täglichen Lebens. Verkehr ist jedoch auch einer der größten Verursacher von Treibhausgasen in Deutschland. Um den Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens gerecht zu werden, muss der Verkehr in Deutschland seine Treibhausgasemissionen schnell und drastisch mindern.“

Dafür muss sich der motorisierte Individualverkehr hin zum umweltfreundlichen Alltagsverkehr entwickeln.

Umweltfreundlicher Alltagsverkehr

Am 27.08.2020 hat der Planungs- und Umweltausschuss Wentorfs erste Teilnahme an der EMW 2021 beschlossen. Zwischen dem 16. und 22. September wollen wir als Gemeinde nachhaltige Mobilität für Wentorf in den Fokus rücken.

Umweltfreundlicher Alltagsverkehr2

Die Durchführung einer der folgenden drei Kategorien qualifiziert für die Teilnahme an der EMW:

    1.  Woche der Aktivitäten: Organisation von Aktivitäten an jedem Tag in der Woche vom 16. bis 22. September. 2020 lautete das Motto “Klimafreundliche Mobilität für alle”.
      Beispiele für Aktivitäten sind: aus Parkplätzen werden Plätze für Gastronomie und Einzelhandel oder Spielflächen; SchülerInnen fahren mit dem Rad und Elterntaxen bleiben daheim; Verkehrssicherheitstage für SeniorInnen mit dem Rollator; mobiler Fahrradreparatur-Service und andere Aktivitäten und Angebote.

    2. Umsetzung von mindestens einer dauerhaften Maßnahme, die den Umstieg vom motorisierten Individualverkehr auf den Umweltverbund fördert.
      Zum Beispiel: Einweihung einer Fahrradstraße oder einer Tempo 20-Zone, einer barrierefreien Haltestelle, von Fahrradabstellboxen, einer Mitfahrbank oder anderem.

    3. Organisation eines Autofreien Tages an dem Straßenabschnitte, inklusive Fahrbahn, nur für Fußgehende, Radfahrende und den ÖPNV geöffnet werden (mindestens für einen Tag, etwa 1 Stunde vor bis 1 Stunde nach der regulären Arbeitszeit).

AufenthaltsflächeAufenthaltsfläche statt stehender Autos während der EMW.

Die Arbeitsgruppe

Mit der Teilnahme an der EMW 2021 wurde die Gründung einer Arbeitsgruppe aus Politik, Verwaltung und Vertreterinnen der Wirtschaftsinitiative beschlossen. Beim ersten Treffen der AG im November 2020 wurde der Fokus auf die Wentorfer Hauptstraße gelegt. Die Arbeitsgruppe trifft sich regelmäßig um die Aktivität(en) oder Maßnahme(n) für die EMW zu erarbeiten und vorzubereiten.

Aus den Rückmeldungen der Öffentlichkeitsbeteiligung wurde für die EMW 2021 ein Leitbild entwickelt:

„Ein nachhaltiges und lebenswertes Wentorf muss den Menschen mehr Raum geben in dem sie sich gefahrlos bewegen können. Unser Mobilitätsverhalten wird sich verändern. Koexistenz braucht Zugeständnisse und allseitige Rücksichtnahme denn der Verkehrsraum ist nicht vermehrbar.“

Öffentlichkeitsbeteiligung und Auswertung

Im Dezember 2020 folgte der Aufruf zu einer Öffentlichkeitsbeteiligung auf der Rathaus-Seite und über die Presse. Die WentorferInnen wurden aufgefordert ihre Eindrücke zur Verkehrssituation aus der Hauptstraße zu schildern, sowie Ideen und Vorschläge einzureichen.

Aufruf zur Öffentlichkeitsbeteiligung und Luftbild der Wentorfer HauptstraßeAufruf zur Öffentlichkeitsbeteiligung und Luftbild der Wentorfer Hauptstraße.


Von den 23 eingegangenen E-Mails und Anrufen erwähnten 10 Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern mit Fahrrädern- entweder als betroffene Radfahrer auf der Fahrbahn oder als Fußgänger die Radfahrer auf den Fußwegen beklagen.

Rückmeldung nach Schwerpunkten


Des Weiteren wünschen sich die BürgerInnen weniger Durchgangsverkehr auf der Hauptstraße und die Kontrolle und Durchsetzung der bestehenden Verkehrsregeln in der Tempo 30-Zone. 4 Rückmeldungen fordern das Autofahrer nicht benachteiligt werden sollen.

Fahrradfahrer


Folgende konkrete Vorschläge für zeitlich begrenzte Maßnahmen während der Mobilitätswoche 2021 wurden durch die BürgerInnen gemacht (Nennung nach abfallender Häufigkeit):

    • Fahrradstreifen-Markierung auf der Straße/ Fahrrad-Schutzstreifen (siehe Reinbeker Weg)
    • Shared Space
    • Sperrung Höhe Rathaus (Befahrbarkeit von beiden Seiten bis dahin)
    • Einbahnstraße, Fahrradstraße, Fußgängerzone
    • Verkehrsberuhigende Maßnahmen: Verschmälerung durch „Verschwenkungen“, Blumenkübel, Markierungen, „Berliner Kissen“ (siehe Berliner Landstraße) o.ä.

Verkehrsrechtliche Vorgaben auf der Wentorfer Hauptstraße

Die Hauptstraße ist Tempo 30-Zone. In einer 30er Zone gelten folgende Vorschriften:

    • alle Verkehrsteilnehmer halten sich an die Geschwindigkeitsvorgabe von 30 km/h und das geltende Rechts-vor-Links Gebot;
    • Radfahrer älter als 10 Jahre fahren auf der Straße, Radfahrer jünger als 10 Jahre nutzen rücksichtsvoll den Gehweg;
    • bei parkenden Autos fahren Radfahrer im Abstand von 1m zu den Türen auf der Fahrbahn;
    • Autos halten Abstand bzw. überholen nicht, wenn der Überholabstand von 1,5m zum Fahrrad aufgrund entgegenkommender Verkehrsteilnehmer nicht eingehalten werden kann.

In Bezug zu den eingereichten Vorschlägen ergeben sich folgende Einschränkungen. In Tempo-30-Zonen dürfen keine benutzungspflichtigen Radwege ausgewiesen werden. Sie dürfen nur Straßen ohne Fahrstreifenbegrenzungen und Leitlinien umfassen, weshalb auch die Anlage von (Fahrrad-)Schutzstreifen unzulässig ist. Ein Shared Space dagegen ist keine verkehrsrechtliche Anordnung, sondern ein Planungsansatz und aufgrund der Voraussetzungen verkehrsrechtlich nicht umsetzbar.

Somit sind die Möglichkeiten der Umgestaltung einer Tempo 30-Zone sehr begrenzt. Die Arbeitsgruppe ist im Austausch mit der Straßenverkehrsbehörde des Kreises und dem örtlichen Ordnungsamt, um weitere Möglichkeiten zu eruieren.

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