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Wentorfer Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis 2026

Junge Ideen für Klima, Umwelt und Zukunft

Der Klimawandel und seine Folgen stellen unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Steigende Temperaturen, längere Trockenperioden, Starkregenereignisse, der Verlust von Artenvielfalt und der steigende Druck auf natürliche Ressourcen zeigen deutlich: Umwelt- und Klimaschutz sind keine abstrakten Zukunftsthemen mehr. Sie betreffen uns alle – auch hier in Wentorf bei Hamburg.

Die Gemeinde Wentorf bei Hamburg setzt sich deshalb aktiv für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ein. Dabei geht es nicht nur um kommunale Konzepte, bauliche Maßnahmen oder politische Entscheidungen. Es geht auch darum, Menschen zu ermutigen, eigene Ideen einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam an einer lebenswerten Zukunft mitzuwirken.

Denn nachhaltige Veränderung gelingt nur, wenn möglichst viele Menschen mitgestalten. Jede gute Idee, jedes praktische Projekt und jedes persönliche Engagement kann dazu beitragen, Wentorf klimafreundlicher, grüner und zukunftsfähiger zu machen.

Eine besondere Rolle spielen dabei Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Sie bringen frische Perspektiven mit, stellen wichtige Fragen, denken oft unkonventionell und entwickeln kreative Lösungen für Probleme, die im Alltag sichtbar werden. Ihr Engagement, ihre Offenheit für Neues und ihr Gestaltungswille sind eine wertvolle Ressource für die Zukunft unserer Gemeinde.

Mit dem Wentorfer Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis möchte die Gemeinde genau dieses Engagement sichtbar machen, würdigen und fördern.

Der Wettbewerb 2026 ist abgeschlossen

Der Wentorfer Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis 2026 richtete sich an junge Menschen unter 21 Jahren, die sich mit eigenen Ideen, Projekten oder konkreten Maßnahmen für Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit einsetzen.

Die Bewerbungsfrist für den Wettbewerb endete am 30. April 2026. Eine Bewerbung für den Umweltpreis 2026 ist daher nicht mehr möglich.

Inzwischen wurden die eingereichten Beiträge durch die Jury gesichtet und bewertet. Die Jury freut sich über die vielfältigen Projektideen, das große Engagement der Teilnehmenden und die kreativen Ansätze, mit denen junge Menschen zeigen, wie Umwelt- und Klimaschutz vor Ort konkret werden können.

Die eingereichten Beiträge machen deutlich: Nachhaltigkeit beginnt nicht erst bei großen Programmen oder weit entfernten Zukunftsplänen. Sie beginnt im direkten Umfeld – in der Schule, im Verein, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft oder im eigenen Alltag.

Ziel des Umweltpreises

Der Wentorfer Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis soll junge Menschen darin bestärken, sich mit Umwelt- und Zukunftsthemen auseinanderzusetzen und eigene Ideen zu entwickeln. Dabei steht nicht allein das fertige Ergebnis im Mittelpunkt, sondern auch der Weg dorthin: das Beobachten, Nachdenken, Ausprobieren, Mitmachen und Umsetzen.

Ausgezeichnet werden Projekte und Ideen, die zeigen, wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung oder Anpassung an den Klimawandel auf kommunaler Ebene sichtbar und wirksam werden können.

Der Preis soll außerdem andere Menschen inspirieren. Gute Beispiele können Mut machen, selbst aktiv zu werden, Projekte weiterzuentwickeln oder ähnliche Ideen an anderer Stelle umzusetzen.

Wer konnte teilnehmen?

Teilnehmen konnten Einzelpersonen, Schulklassen, Schülergruppen, Projektgruppen oder Teams, deren Mitglieder jünger als 21 Jahre sind und einen Bezug zu Wentorf bei Hamburg haben.

Ein solcher Bezug konnte beispielsweise bestehen, wenn die Teilnehmenden in Wentorf wohnen, in Wentorf zur Schule gehen, hier eine Ausbildung machen oder ihr Projekt einen konkreten Bezug zur Gemeinde hat.

Willkommen waren sowohl bereits umgesetzte Projekte als auch gut ausgearbeitete Ideen, die nachvollziehbar zeigen, wie sie praktisch umgesetzt werden könnten.

Thematische Schwerpunkte

Der Umweltpreis greift unterschiedliche Themen aus den Bereichen Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit auf. Dazu gehören beispielsweise:

Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, Biodiversität, Artenvielfalt, nachhaltiger Konsum, Müllvermeidung, Wiederverwendung, Ressourcenschonung, Energieeinsparung, nachhaltige Mobilität, Begrünung, bewusster Umgang mit Wasser oder die Sensibilisierung anderer Menschen für Umweltfragen.

Für das erste Auslobungsjahr 2025/2026 stand das Thema „Anpassung an den Klimawandel“ im Mittelpunkt. Anlass dafür war unter anderem das in der Fertigstellung befindliche Konzept zur Klimaanpassung im Mittelzentrum.

Gesucht waren daher insbesondere Ideen, die zeigen, wie Wentorf besser mit den bereits spürbaren Folgen des Klimawandels umgehen kann. Dazu zählen zum Beispiel Maßnahmen gegen Hitze, Ideen zur Begrünung, Konzepte für den Umgang mit Starkregen, Projekte zur Förderung von Schatten und Aufenthaltsqualität oder Vorschläge zum Schutz natürlicher Lebensräume.

Bewertung durch die Jury

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist wurden die eingereichten Beiträge durch eine Jury bewertet. Dabei wurden die Projekte altersgerecht betrachtet. Berücksichtigt wurde also, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene je nach Alter, Erfahrung und Rahmenbedingungen ganz unterschiedliche Möglichkeiten haben, ihre Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Die Bewertung erfolgte insbesondere anhand folgender Kriterien:

  • Ideenreichtum und Originalität
  • Erfolgsaussichten der praktischen Umsetzung
  • Engagement der Beteiligten
  • Öffentlichkeitswirkung
  • Übertragbarkeit auf andere Bereiche
  • regionaler Bezug zu Wentorf bei Hamburg

Die Jury hat ihre Entscheidung inzwischen getroffen. Die ausgewählten Beiträge werden im Rahmen des Umweltpreises 2026 gewürdigt.

Eingereichte Beiträge

An dieser Stelle werden die eingereichten Projekte und Ideen vorgestellt. Die Übersicht soll zeigen, mit welchen Themen sich die Teilnehmenden beschäftigt haben und wie vielfältig das Engagement junger Menschen in Wentorf ist.

Beitrag 1- Abpflastern/ Umgestalten der Fläche vor dem Prisma

Teilnehmende: Hendrik Schmiechen
Thema: Flächenensiegelung und Umnutzung
Kurzbeschreibung:
Der Beitrag möchte Flächen entsiegeln und neue, insektenfreundliche Lebensräume im Bereich Henkenhoop und auf der Fläche vor dem Prisma schaffen.

Besonderheiten des Beitrags:
Sehr konkreter Umsetzungsansatz für kleine bis mittelgroße Flächen im Gemeindegebiet.


Beitrag 2 - Solarparkplätze

Teilnehmende: Hendrik Schmiechen
Thema: Mehrfachnutzung versiegelter Flächen und nachhaltige Energiegewinnung
Kurzbeschreibung:
Der Beitrag schlägt vor die Parkplätze des Parkplatzes am Casinopark zu überdachen und dort mittels Photovoltaik Energie zu gewinnen.

Besonderheiten des Beitrags:
Sehr kreativer Vorschlag,der einerseits auf andere Flächen übertragbar ist und gleichzeitig monetäre Gesichtpunkte berücksichtigt.

Beitrag 4 - Projekt Regentonne

Teilnehmende: Schulhofrangerinnen und Schulhofranger der OGS
Thema: Nachhaltiges Ressourcenmanagement
Kurzbeschreibung:
Das Projekt ermöglicht es den Schulhofrangereinnen und Schulhofrangern zukünftig das in der eigenen Regenwassertonne gesammelte Wasser für Schulhofranger-Projekte nutzen zu können.

Besonderheiten des Beitrags:
Der Beitrag ist Teil eines dynamischen Gesamtkonzepts, das Umwelt- und Klimaschutz bereits im Grundschulalter vertiefen möchte.

Beitrag 3 - Knickpflege

Teilnehmende: Hendrik Schmiechen
Thema: Grünflächen-/Baumpflege
Kurzbeschreibung:
Der Beitrag kritisiert die Praxis des "Auf Stock Setzens" der Gemeinde.

Besonderheiten des Beitrags:
Der Beitrag setzt sich mit den Besonderheiten von Knicks und Wallhecken auseinander.

Stellungnahme zu Beitrag 3

Der Beitrag „Richtig pflegen statt alles wegschneiden“ betrifft die Knickpflege in Schleswig-Holstein. Er kritisiert die naturschutzfachliche Praxis, die Gehölze des Knicks auf 10 bis 50 cm Höhe zurückzuschneiden (siehe Bild im Beitrag), was dem Verjüngungsschnitt „auf den Stock setzen“ entspricht, der wiederum empfohlen wird.

Insgesamt ist der Beitrag nicht eindeutig abzugrenzen und wurde darum nicht bewertet.

Zur Info:

Knicks - auch Wallhecken genannt – prägen seit Jahrhunderten das Landschaftsbild Schleswig-Holsteins. Als traditionelle Form der Feldbegrenzung bestehen sie aus einem aufgeworfenen Erdwall, der mit Gehölzen bepflanzt und regelmäßig „auf den Stock gesetzt“ wurde. Diese historisch gewachsene Struktur verbindet ökologische, kulturelle und landschaftliche Funktionen auf einzigartige Weise: Sie bietet Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, wirkt als natürlicher Wind- und Erosionsschutz und gliedert die offene Kulturlandschaft in harmonische Räume.

Auch in Wentorf bei Hamburg spielen Knicks eine zentrale Rolle im Ortsbild und im örtlichen Naturschutz. Die Gemeinde engagiert sich aktiv für den langfristigen Erhalt dieser charakteristischen Strukturen. Damit Knicks ihre ökologische und landschaftliche Funktion behalten können, benötigen sie eine fachgerechte und regelmäßig wiederkehrende Pflege.

Knicks stehen unter besonderem Schutz und sind alle 10 - 15 Jahre fachgerecht zu pflegen. Dabei werden die Gehölze "auf Stock" gesetzt (ca. 10 – 50 cm über dem Boden abgeschnitten), das Schnittgut geschreddert und als Mulch gleichmäßig über der Fläche verteilt.

In Wentorf wurde zwischen 2024 und 2026 fachgerechte Knickpflege an den Straßen Lange Asper, Wohltorfer Weg und Moorkoppel durchgeführt. Mehr dazu auf www.wentorf.de/Knicks-und-Wallhecken 

Preisträgerinnen und Preisträger 2026

Der 1. Preis des Wentorfer Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises 2026 wurde geteilt. Ausgezeichnet wurden zwei Beiträge.

Regentonne der Schulhofrangerinnen und Schulhofranger der OGS

Auszeichnung: Geteilter 1. Preis
Preisgeld: 400,00€

Stimmen aus der Jury

"Was für eine tolle Truppe an Schülerinnen und Schülern und was für tolle ErzieherInnen, die dieses Projekt möglich machen. Es ist großartig zu sehen, wie viele Schülerinnen und Schüler im Offenen Ganztag daran beteiligt sind und wie viele einzelne Projekte hier realisiert werden. Ein toller Start für noch junge Schülerinnen und Schüler, sich mit dem Thema Umwelt und deren Schutz auseinanderzusetzen."

- Britta Buhck, Buhck Stiftung

"Die Schulhofranger zeigen vorbildlich, was von uns Allen für Umwelt- und Klimaschutz direkt umsetzbar ist und enfalten dadurch eine starke Breitenwirkung in der Stadt-Gesellschaft." 

- Rolf Eichhorst, Klimaschutzinitiative Sachsenwald

Solarparkplätze von Hendrik Schmiechen

Auszeichnung: Geteilter 1. Preis
Preisgeld: 400,00€

Stimmen aus der Jury

"Es ist wirklich beeindruckend, mit wieviel Liebe zum Detail und Kreativität diese Einreichung mit einer konkreten Lösung auseinander gesetzt hat. Da kann noch großes draus werden."

- Britta Buhck, Buhck Stiftung

Eindrücke von der Preisverleihung


Meldungen zum Umweltpreis 2026

Ausblick

Der Wentorfer Umweltpreis 2026 hat gezeigt, wie viel Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Tatendrang in jungen Menschen steckt. Die eingereichten Beiträge machen Mut und zeigen, dass nachhaltige Entwicklung vor Ort beginnt.

Mit ihren Ideen leisten die Teilnehmenden einen wertvollen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft in Wentorf bei Hamburg. Gleichzeitig geben sie wichtige Impulse dafür, wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Anpassung an den Klimawandel im Alltag konkret werden können.

Die Gemeinde Wentorf bei Hamburg bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement, ihre Ideen und ihren Einsatz.

Auch künftig soll der Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis junge Menschen dazu ermutigen, genau hinzuschauen, Fragen zu stellen, Lösungen zu entwickeln und ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.

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